Start der seismischen Erkundungen

Mit der Ausstellung eines Vibrationsfahrzeugs vom Typ Mertz M12 auf dem Rathausplatz in Spremberg setzte die KSL Kupferschiefer Lausitz gestern, am Mittwoch den 9. Februar, den offiziellen Beginn der seismischen Erkundungsarbeiten der Kupfererzlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife. In den kommenden Wochen wird im Gebiet der Stadt Spremberg mithilfe solcher Vibrationsfahrzeuge und weiterer Messgeräte ein genaues Bild des Untergrunds aufgenommen. Diese Untersuchung im Auftrag der KSL Kupferschiefer Lausitz dient der Bestimmung des optimalen Standorts für das Kupferbergwerk, das ab 2013 entstehen soll.

Die KSL Kupferschiefer Lausitz hat für die Arbeiten die Firma DMT GmbH und Co. KG beauftragt, die mit ihren Fahrzeugen und Messgeräten die Untersuchungen vornimmt. Die DMT führt routinemäßig in ganz Europa seismische Erkundungen durch. Bereits seit einigen Wochen werden Anwohner über die Arbeiten informiert und die ersten Vermessungen haben im Untersuchungsgebiet stattgefunden.

"Mit der seismischen Erkundung der Lagerstätte wird in diesen Tagen ein großer Schritt in Richtung Bergwerksentwicklung zurückgelegt. Wir erhoffen uns von den Untersuchungsergebnissen Auskunft über alle relevanten bergbaulichen Fragestellungen zum Projekt sowie über den idealen Standort für die Schächte und freuen uns, plangemäß das Kupfer-Projekt voran zu treiben," sagte Dr. Thomas Lautsch am gestrigen Mittwoch.

Bürger sind herzlich eingeladen, sich vor Ort das 20 Tonnen-Fahrzeug anzusehen und sich anhand einer Infotafel über die seismischen Arbeiten zu informieren. Das Vibrationsfahrzeug wird noch bis zum 16. Februar auf dem kleinen Rathausplatz in Spremberg zu sehen sein.

Untersuchungsmethode Seismik

Mit Hilfe der 3D Reflexionsseismik, wie sie bei diesem Projekt angewandt wird, werden Gesteinsschichten und deren Grenzen zueinander im Erdinneren bestimmt. So entsteht ein genaues Bild der Untergrundstruktur, wie es im Rahmen von Bergbauprojekten, der Erdöl- und Erdgaserkundung sowie bei Grundwasserexploration benötigt wird. Bei der Durchführung werden an der Oberfläche mithilfe von Vibrationsfahrzeugen seismische Wellen erzeugt und in den Untergrund abgegeben. Dort breiten diese Wellen sich aus, werden an Gesteinsgrenzen gebrochen und an die Erdoberfläche reflektiert. Hochempfindliche Messgeräte - die sogenannten Geophone - nehmen diese Signale auf und verarbeiten sie in Daten, die gespeichert und schließlich ausgewertet werden.

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