Kupferschiefer

Kupferschiefer ist ein kalkhaltiger Tonstein, der in feiner Verteilung eine Vielzahl an Metallen wie Kupfer, Silber, Zink und Blei enthält. Seinen Namen verdankt der Stein dem gewissen Anteil an schwefelhaltigem Kupfererz, dessen Abbau weit in die deutsche Geschichte zurückreicht. Über diese Bedeutung hinaus ist Kupferschiefer auch archäologisch von Interesse: In Kupferschiefer-Ablagerungen finden sich häufig Fossilien von versteinerten Pflanzen- und Fischarten.

Quastenflosser im Kupferschiefer. Quelle: www.fossilweb.de

Kupferschieferabbau in Deutschland

Der Kupferschieferabbau in Deutschland reicht zurück bis in das Jahr 1199. Der Legende nach fanden die Knappen Napian und Neuke auf dem "Kupferberg" bei Hettstedt im Harz eine Lagerstätte vor und begannen mit dem Bergbau.

80 Millionen Jahre zuvor hatten tektonische Bewegungen zur Heraushebung des Harzes geführt, so dass Kupferschieferschichten an die Oberfläche gedrückt wurden. In der Folgezeit entstanden in Ortschaften wie Hettstedt, Mansfeld und Eisleben hunderte kleinerer und größerer Halden, die heute das gesamte Landschaftsbild prägen.

Noch um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert waren die Abbaugebiete zwischen Harz und Thüringer Wald sowie Teile Niederhessens für 80 Prozent der gesamten deutschen Kupfererzeugung verantwortlich. Dementsprechend lässt sich die Geschichte des Kupferschieferbergbaus besonders gut in den Halden im Harz, am besten dokumentiert in Mansfeld, nachverfolgen.

Einen Abriss über die gesamte Geschichte des Kupferschieferabbaus in Deutschland finden Sie HIER.

Kupferschieferlausitz

KSL