Die Kupferlagerstätte

Die Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife, die bereits zu DDR-Zeiten von 1954 bis 1980 erkundet wurde, enthält geschätzt 1,5 Millionen Tonnen Kupfermetall. Daneben enthält das Spremberger Kupferschiefer Nickel, Kobalt, Molybdän, Palladium, Silber und Gold. Die Lagerstätte erstreckt sich über eine Fläche von 15 km in der Länge und 3 km in der Breite und hat eine Erz-Mächtigkeit von durchschnittlich 2,5 Meter. In einem Teufenbereich von 980 bis 1.580 Metern liegt das Kupferschieferflöz an der Basis der sogenannten Zechsteinformation, die sich im Erdzeitalter des Perms vor ca. 255 Millionen Jahren gebildet hat.

Bild eines Kupferschieferflözes aus dem Schaubergwerk Röhrigschacht in Wettelrode
Kupferschieferflöz aus dem Schaubergwerk Röhrigschacht in Wettelrode

Eine geologisch ähnliche Lagerstätte befindet sich etwa 100 km weiter östlich in Niederschlesien. In dem etwa 550 km² großen Lagerstättenrevier Sieroszowice - Lubin - Glogów betreibt die polnische Firma KGHM Polska Miedz S.A. seit vielen Jahren den Abbau von Kupfer.

Bereits seit Anfang des vergangenen Jahrhunderts ist bekannt, dass der im Mansfelder Land abgebaute Kupferschiefer auch in der Lausitz verbreitet ist. Zu gezielten Erkundungsarbeiten kam es aber erst ab 1953, und zwar zwischen Spremberg und Weißwasser im Grenzgebiet zwischen Brandenburg und Sachsen. Dabei wurde auch nach Erdöl und Erdgas Ausschau gehalten, da derartige Lagerstätten oft gemeinsam auftreten.

Nach anfänglich weiträumigen Sucharbeiten im Bereich einer Gesteinsaufwölbung, der so genannten Mulkwitzer Antiklinale, konzentrierte sich die nähere Erzerkun- dung auf ein Gebiet unmittelbar nördlich und östlich von Spremberg. Getrennt durch den so genannten Türkendorfer Graben, einen Bereich mit einer mehrere hundert Meter tiefen Absenkung der Gesteinsschichten, wurden schließlich die zwei Erzfelder "Spremberg" und "Graustein" abgegrenzt. Auf sächsischer Seite waren die Arbeiten weniger von Erfolg gekrönt. Lediglich südöstlich von Weißwasser traten in einer Bohrung erhöhte Kupfergehalte auf, die für eine nähere geologische Erkundung allerdings nicht aussichtsreich erschienen. Stattdessen fand man Anreicherungen von Blei und Zink.

Nachdem mit der Wiedervereinigung Deutschlands sämtlicher Erz- und Spatbergbau in Ostdeutschland schlagartig wegen Unrentabilität eingestellt wurde, kam es 2007, auch aufgrund des rapiden Anstiegs der Weltmarktpreise von Kupfer und anderer Rohstoffe, zu einer Wiederaufnahme des Projekts. Für ein entsprechendes Aufsuchungsprogramm erhielt die internationale Bergbauholding Minera S.A., Muttergesellschaft von KSL Kupferschiefer Lausitz, im Juni 2007 die Erlaubnisse seitens der Bergbehörden in Brandenburg und Sachsen zugeteilt.


Kupferschieferlausitz

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