Verlässlichkeit
und sicherheit in Deutschland 

↑ Industriecluster aus den Bereichen Batteriebau, Elektromobilität und IT-Technologie

Es ist kein Zufall, dass sich KSL in Deutschland engagiert. Neben der hervorragenden Kupferlagerstätte in der Lausitz hat Deutschland genau das, was eine Industrie mit langen Zeithorizonten benötigt: Verlässlichkeit und stabile politisch-administrative Verhältnisse.

Zudem gibt es eine Vielzahl deutscher Firmen, wie Material- und Maschinenhersteller, Planungspartner und ausführende Firmen, die für ihre hohen Qualitätsstandards bekannt sind und so für uns die idealen Partner sind, um einen zukunftsorientierten Bergbau zu entwickeln.

KSL befindet sich in einem optimalen Umfeld. In den letzten Jahren hat sich der Osten Deutschlands zu einem zentralen Innovationszentrum in Europa entwickelt. Viele Unternehmen aus den Bereichen Batteriebau, Elektromobilität und IT-Technologie haben sich hier angesiedelt. Die Unternehmen profitieren von den kurzen Wegen und die Region ist auf dem Weg, Wertschöpfungsketten und Stoffkreisläufe zu schließen. Dafür ist die sichere Versorgung mit dem zentralen Zukunftsrohstoff Kupfer elementar.

Wir wollen:

  • den kritischen Rohstoff Kupfer verantwortungsvoll fördern.
  • neue Maßstäbe für den modernen Bergbau in Europa setzen.
  • die strategische Nähe zu Verarbeitern und Endabnehmern nutzen.
  • die Lausitz als Innovationsstandort stärken und zum Wirtschaftswachstum der Region beitragen.

Die Lagerstätte
Spremberg-Graustein-Schleife

Die Kupferlagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife in der Lausitz ist eines der bedeutendsten Kupfervorkommen Mitteleuropas. Mit technologisch fortschrittlichen Abbaumethoden wollen wir diese Ressource verantwortungsvoll fördern und an die Bergbautradition in der Region anknüpfen. Im Zeitraum von 1954 bis 1980 hatte das Mansfelder Kombinat die Kupferlagerstätte bereits erkundet. Der Produktionsbeginn war ursprünglich für die 1990er Jahre geplant.

Laut den „Spremberg-Graustein-Schleife Resource Reports“ enthält die Lagerstätte:

  • ca. 130 Millionen Tonnen Kupfererz (geologische Ressource), davon  etwa 90 Millionen Tonnen technisch und wirtschaftlich abbaubar
  • rund 1,32 Millionen Tonnen metallisches Kupfer

Die geologische Ressource beschreibt das gesamte bekannte Vorkommen, die abbaubare Menge berücksichtigt technische, wirtschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen.

Der durchschnittliche Kupfergehalt des Erzes liegt bei 1,47 % – ein im internationalen Vergleich überdurchschnittlich hoher Wert für Kupferlagerstätten. Zum Vergleich: Viele internationale Kupferminen arbeiten mit Gehalten unter 1 %. Die Angaben basieren auf internationalen Standards für Ressourcenklassifizierung (NI 43-101).

↑ Karte mit eingezeichnetem Bereich der Lagerstätte

Die erkundete Lagerstätte erstreckt sich über ein 15 km langes und 3 km breites Gebiet und hat eine durchschnittliche Mächtigkeit von 2,5 Metern.

Das Kupferschieferflöz befindet sich in einer Tiefe zwischen 850 und 1.580 Metern und liegt an der Basis der so genannten Zechstein-Formation, die sich im Zeitalter des Perms vor etwa 255 Millionen Jahren gebildet hat.

Die Abbaumethode

Bergbau & Infrastruktur

Der Zugang zur Lagerstätte erfolgt über zwei Schächte, die jeweils 900 m tief sind. Durch modernste Technologien sorgen wir beim Einrichten der Schächte für höchste Effizienz und Sicherheit. Wir prüfen zwei Verfahren zum Abteufen, um zu ermitteln, welches am besten für die Geologie geeignet ist. Der Erzabbau erfolgt unter Tage in einer Tiefe von 900-1.500 m. Wir rechnen mit einer jährlichen Förderkapazität von bis zu 5 Millionen Tonnen Erz.

 

 

 

 

Kammerpfeilerbau

Die Gewinnung des Rohstoffes soll mit dem bewährten Verfahren des Kammerpfeilerbaus stattfinden. Das ist die bei flözartigen Lagerstätten übliche Abbaumethode. Dabei wird die Decke, das sogenannte Hangendes, stabilisiert, indem Teile der Lagerstätte stehengelassen werden, um dann als Stützpfeiler zu dienen.

Um die Lagerstätte zu stabilisieren und Umweltauswirkungen zu minimieren, wird das taube Material nach dem Abbau gezielt zur untertägigen Rückverfüllung verwendet. Dadurch wird ein Vollversatz des entstehenden Hohlraums angestrebt.

Das Versatzmaterial besteht aus einer technisch abgestimmten Mischung aus taubem Gestein, Zement, Sand und ggf. Flugasche oder ähnliches. Diese Rückverfüllung erfüllt mehrere zentrale Funktionen:
– Stabilisierung des Grubengebäudes
– Reduktion des Grubenwasseranfalls
– Minimierung der oberirdisch zu lagernden Reststoffe

Aufbereitung

Das unter Tage gewonnene Erz wird zunächst gebrochen und gemahlen, um das enthaltene Kupfer freizusetzen. Anschließend bereiten wir es im sogenannten Flotationsverfahren auf: Dabei nutzen wir Luftblasen in einem Wasserbad aus abbaubaren Chemikalien, um Kupferminerale von taubem Gestein zu trennen. Am Ende entsteht ein Kupferkonzentrat mit bis zu 26 % Kupfergehalt, das wir zur Weiterverarbeitung an Hüttenbetriebe liefern.

Zusätzliche Produkte

Zudem wird nach Verwendungsmöglichkeiten für das taube Material gesucht. Vor allem die Bauindustrie bietet hier große Nutzungspotenziale. Und auch das im Grubenwasser gewonnene Salz kann einer sinnvollen industriellen Nutzung zugeführt werden. Die Erdwärme der Grube kann voraussichtlich in das Wärmenetz der Stadt Spremberg einfließen.

KSL – Mehr als nur Kupfer

In der Lagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife lagert nicht nur wertvolles Kupfer. Im Erz sind auch weitere Stoffe in geringerer Konzentration vorhanden. Dabei handelt es sich um die teilweise als kritisch eingestuften Rohstoffe Kobalt, Zink, Molybdän, Silber, Elemente der Platinmetallgruppe, Gold, Rhenium und Germanium.

KSL prüft derzeit, ob eine wirtschaftliche Gewinnung dieser Stoffe realisierbar ist. Damit kann ein signifikanter Beitrag zur Rohstoffsicherheit Deutschlands geleistet werden. Und zudem neue Wertschöpfungsketten, gerade im Osten Deutschlands im Bereich der Elektromobilität, weiter gestärkt werden.