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24. Februar 2026

Wichtiger Meilenstein für Kupferbergwerk Spremberg: Untersuchungsrahmen festgelegt

  • Gemeinsame Landesplanungsabteilung gibt grünes Licht für Erarbeitung der Raumverträglichkeitsprüfung
  • Projekt kann substanziellen Beitrag zur Rohstoffsicherheit und zum Strukturwandel in der Lausitz leisten
  • Über 20 Organisationen waren am Verfahren beteiligt

Spremberg, 23. Februar 2026 – Das Kupferbergwerksprojekt der Kupferschiefer Lausitz GmbH (KSL) in Spremberg/Grodk erreicht einen wichtigen Meilenstein: Die Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg (GL) hat den Untersuchungsrahmen für die Raumverträglichkeitsprüfung (RVP) festgelegt. Damit besteht Klarheit über die fachlichen Anforderungen im weiteren Verfahren.

Die RVP prüft die Auswirkungen des Vorhabens auf die Region und ist dem bergrechtlichen Genehmigungsverfahren vorgeschaltet. KSL wird auf dieser Grundlage umfassende Gutachten strukturiert und transparent erarbeiten.

„Die Festlegung des Untersuchungsrahmens ist ein klares Signal: Unser neu konzipiertes Vorhaben wird von den Behörden ernst genommen. Jetzt geht es darum, die relevanten Fragestellungen fachlich fundiert zu beantworten“, erklärt Blas Urioste, Gesamtverantwortlicher Deutschlandgeschäft bei KSL.

Im Mittelpunkt der Arbeiten stehen die Bewertung der Auswirkungen auf Umwelt, Wasser und Boden, ein detailliertes Wassermanagement-Konzept sowie die Analyse möglicher Wechselwirkungen mit bestehenden Nutzungen.

Neue Standards für Umweltverträglichkeit

Das überarbeitete Projektkonzept setzt neue Maßstäbe: KSL plant für die 2030er Jahre einen untertägigen Abbau mit hohem Anteil an Rückverfüllung, elektrifizierter Infrastruktur und ressourceneffizienter Aufbereitung. Wasser- und Bodenschutz sind integraler Bestandteil der Planung.

Strukturwandel mit Perspektive

Das Projekt kann einen substanziellen Beitrag zur europäischen Rohstoffsicherheit leisten. Mit geplanten Investitionen von rund 1,3 Milliarden Euro, voraussichtlich rund 1.000 direkten Arbeitsplätzen sowie erheblichen Steuereffekten kann das Vorhaben ein strukturell bedeutender Baustein im Transformationsprozess der Lausitz werden – von der Kohle- zur klimaneutralen Industrieregion.

Kupfer ist ein zentraler Rohstoff zur modernen Energieerzeugung, Netzausbau und Elektromobilität. Mit dem Bergwerk kann Deutschland einen Teil seines Bedarfs aus heimischer Produktion decken.

Breite Beteiligung

Die Festlegung erfolgte unter Beteiligung von über 20 Organisationen und Institutionen – darunter Umweltverbände, Fachbehörden, der Landkreis Spree-Neiße, die Stadt Spremberg und der SWAZ. Parallel wird KSL den Dialog mit kommunalen Vertretern, Fachbehörden und Bürgerinnen und Bürgern fortsetzen.

Die nächsten Schritte

KSL wird die geforderten Gutachten in den kommenden Monaten erarbeiten. Sobald diese vorliegen, eröffnet die GL das Verfahren. Dann können Behörden, Kommunen, Verbände und die Öffentlichkeit Stellung nehmen.

Pressemeldung zum Download.